Juni 6, 2019

Mit Musik ans Ziel – wie musikalische Frühförderung Kinder stark macht

Bereits im Säuglingsalter hat das Musizieren erwiesenermaßen positive Auswirkungen auf die Entwicklung des Kindes. Babys sind schon früh in der Lage, verschiedene Rhythmen und Liedsequenzen zu unterscheiden. Zum Einen fördert das Erkennen von musikalischen Mustern, das Erkennen bestimmter Handlungsabfolgen im Alltag des Babys. Andererseits belegen Studien, dass ein musikalischer Alltag die motorische Entwicklung und den Spracherwerb beschleunigt. Außerdem wird durch Musik die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass die entsprechenden Kinder später besser im Lösen mathematischer Gleichungen sein werden. Denn Gleichungen, ebenso wie die Musik, folgen Mustern und Gesetzmäßigkeiten.

Der frühe Vogel fängt den Wurm

Im Grunde kann Musik von Anfang an in die Förderung des Babys einbezogen werden. Dazu eignen sich Kindermusik mit eingängigen Melodien sowie einfache Übungen mit verschiedenen Perkussionsinstrumenten. Selbst Babys können bereits Rhythmen mitklopfen und sich passend dazu bewegen. Ab ungefähr vier Jahren können weitere Instrumente (Flöte, Glockenspiel, Triangel usw.) ergänzt werden und Bewegungsübungen dürfen ein wenig komplexer werden.

Für das Musizieren mit Babys bieten sich dagegen Trommeln an. Ein regelmäßiger Trommelschlag erinnert das Baby an den Herzschlag der Mutter, den es vor der Geburt gehört hat. Doch auch Klanghölzer, Rasseln und Kastagnetten werden von Babys gut angenommen. Instrumentalmusik wirkt ebenfalls positiv, da sie den Geräuschen in der Gebärmutter ähnelt. Allerdings bietet auch der Gesang von Kinderliedern allerhand Vorteile. Er wirkt vor allem sehr beruhigend auf Babys und hilft ihnen schneller einzuschlafen. Fehlendes Gesangstalent stellt dabei kein Problem dar.

Fröhliches Lernen in freundlicher Umgebung

In einem Kurs für musikalische Früherziehung wird bei sehr kleinen Kindern in der Regel immer auch ein Elternteil miteinbezogen. Zusammen können Eltern und Kinder an Klatsch- und Singspielen teilnehmen und verschiedene Instrumente ausprobieren. Ältere Kinder ab drei oder vier Jahren, können für gewöhnlich auch ohne ihre Eltern an den Kursen teilnehmen. Wichtig ist, dass eine lockere und entspannte Atmosphäre geschaffen wird, in der lernen Spaß macht. Allzu lange Konzentrationsphasen und lange Wartezeiten werden innerhalb der musikalischen Frühförderung nach Möglichkeit vermieden. Stattdessen wird stets darauf geachtet, dass die Kinder weder über- noch unterfordert sind.

Das Tina & Tobi Konzept

Vor allem an Musikschulen, aber auch in anderen Institutionen wie Kindergärten oder Vereinen, hat sich die musikalische Früherziehung etabliert und soll auf den späteren Musikunterricht vorbereiten. Bereits im zarten Alter von 4 Jahren gibt es verschiedene Möglichkeiten in einer Musikschule für Kinder, wie beispielsweise in der Münchner Musikbox, die Musik nach dem Tina & Tobi Konzept kennenzulernen. Dabei werden nicht nur musikalische Grundkenntnisse erworben, es findet auch eine Förderung im sozialen und sprachlichen Bereich statt.

 

geschrieben von Dimphy Oud - Veröffentlicht in Informativ

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